Kirche und Israel - Neukirchener Theologische Zeitschrift

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Dokumentation: Die Stunde der Wahrheit 

 

Wir dokumentieren hier den Aufruf einer Gruppe von Christen in den Palästinenser Gebieten, der unter dem Titel „Die Stunde der Wahrheit: Ein Wort des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe aus der Mitte des Leidens der Palästinenser und Palästinenserinnen“ am 11. Dezember 2009 in Bethlehem der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. In der Diskussion firmiert es als „Kairos: Palästina“.  Dieser Name spielt auf ein Dokument an, das gegen die rassistische Apartheidpolitik Südafrikas gerichtet war. Der in Jerusalem lebende Theologe und Philosoph Malcome F. Lowe leuchtet als Kenner der Szene Hintergründe der Entstehung des Dokumentes aus.  Und Rolf Schieder, Professor für praktische Theologie an der Humboldt-Universität in Berlin, kommentiert es im Zusammenhang anfänglicher Diskussionen darüber in der EKD.

 

 

„Die Stunde der Wahrheit: Ein Wort des Glaubens,

der Hoffnung und der Liebe aus der Mitte des Leidens der Palästinenser und Palästinenserinnen“

 

Einführung

Nach Gebet, Nachdenken und Meinungsaustausch erheben wir, eine Gruppe christlicher Palästinenser und Palästinenserinnen, mitten aus dem Leiden unseres von Israel besetzten Landes heraus unsere Stimme zu einem Schrei der Hoffnung, wo keine Hoffnung ist, zu einem Schrei, der erfüllt ist vom Gebet und von dem Glauben an Gott, der in Seiner göttlichen Güte über alle Bewohnerinnen und Bewohner dieses Landes wacht. Uns beseelt das Geheimnis der Liebe Gottes zu allen Menschen, das Geheimnis Seiner göttlichen Gegenwart in der Geschichte aller Völker und in besonderer Weise in der Geschichte unseres Landes. Als Christen und Palästinenser verkünden wir unser Wort – ein Wort des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe.


Warum jetzt?  

Weil das tragische Schicksal des palästinensischen Volkes heute ausweglos geworden ist. Die Entscheidungsträger begnügen sich mit Krisenmanagement, anstatt sich der schwierigen Aufgabe zu unterziehen, nach einer Lösung für die Krise zu suchen. Die Herzen der Gläubigen sind erfüllt von Schmerz und von Fragen: Was tut die internationale Gemeinschaft? Was tun die politischen Verantwortlichen in Palästina, in Israel und in der arabischen Welt? Was tut die Kirche? Hier geht es nicht allein um ein politisches Problem. Es geht um eine Politik, die Menschen vernichtet, und das geht die Kirche an.

Wir wenden uns an unsere Brüder und Schwestern, an die Glieder unserer Kirchen in diesem Land. Als Christen und Palästinenser wenden wir uns an unsere politische und religiöse Führung, an unsere palästinensische und an die israelische Gesellschaft, an die Weltgemeinschaft und an unsere christlichen Brüder und Schwestern in den Kirchen in aller Welt.

 

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