Kirche und Israel - Neukirchener Theologische Zeitschrift

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Wolfgang Stegemann

Hat der Apostel Paulus eine rabbinische Ausbildung in Jerusalem erhalten?

 

    Dr. Wolfgang Stegemann ist emeritierter Professor für Neues Testament der Augustana-Hochschule Neuendettelsau. Er ist Mitherausgeber dieser Zeitschrift. Der Artikel ist die schriftliche Fassung eines Vortrags, der aus Anlass der Emeritierung von Prof. Dr. Ekkehard W. Stegemann bei einem Symposion der Theologischen Fakultät der Universität Basel gehalten wurde.

 

 

Einleitung

Die Wahrnehmung und Anerkennung der jüdischen Identität Jesu ist für die dritte Epoche der Jesusforschung, die sog. third quest, zu einer Art Markenkern geworden. Diese Forschungsepoche hat in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts begonnen und hält bis in die Gegenwart an. In den zwei Forschungsepochen vorher war Jesu Judesein mehr oder weniger, zum Teil sogar heftig umstritten. Doch selbst dort, wo man die jüdische Identität des historischen Jesus einräumte, diente sie lange Zeit entweder zur Untermauerung der aufgeklärten Kritik an christologischen Dogmen (zum Beispiel der Gottessohnschaft Jesu) oder als Warnung einer anti-jüdisch ausgerichteten Theologie vor negativen theologischen Folgen der historischen Jesusforschung. In der gegenwärtigen Epoche der Jesusforschung geht es auch nicht mehr um die Alternative, ob Jesus Jude war oder nicht, sondern es wird vor allem sein Ort innerhalb des Judentums seiner Zeit diskutiert.[i] Sowohl in alltäglichen wie auch in wissenschaftlichen Diskursen ist die Bezeichnung Jesu als Rabbi zunehmend verbreitet und soll wohl meistens die jüdische Identität und kulturelle Einbindung Jesu - zumal auch seiner Lehren - betonen. Manchmal scheint das Syntagma „Rabbi Jesus“ auch eine Art Steigerungsform der jüdischen Identität Jesu auszudrücken.

 

Ich habe hier kurz an die Jesusforschung erinnert, weil es dazu einige auffällige Parallelen, aber auch Unterschiede in der Paulusforschung gibt. Auch in der Paulusforschung gibt es seit den 1970er Jahren einen epochalen Wandel. Wir sprechen von der new perspective on Paul, der neuen Paulusperspektive, die die old perspective weithin abgelöst hat, die manchmal auch die „lutherische Perspektive“ genannt wird. Denn die neue Paulusperspektive ist insbesondere in Auseinandersetzung mit dem traditionellen Forschungsparadigma der (zumal deutschen) Paulusexegese entstanden und hat sich von ihm abgelöst.[ii] Auch im Fall der neuen Paulusforschung ließe sich verallgemeinernd davon sprechen, dass die jüdische Identität des Paulus und seiner Theologie, insbesondere seine Haltung bzw. Einstellung zum Judentum, die zentralen Unterscheidungsmerkmale der neuen von der alten Paulusperspektive repräsentieren. Wie in den Jesus-Diskursen wird auch in den neuen Paulusdiskursen das Judesein von Paulus schon in Buchtiteln signalisiert; etwa in der deutschen Übersetzung von Aufsätzen Krister Stendahls, dem Veteranen der neuen

Paulusperspektive: „Der Jude Paulus und wir Heiden“.[iii] Wie in der Jesusforschung wird auch in der Paulusforschung diskutiert, wie man die jüdische Identität des Paulus konkreter im Judentum seiner Zeit verorten kann. Das scheint relativ einfach zu sein, denn Paulus selbst betont ja seine Nähe zu den Pharisäern im Blick auf sein Verständnis der Tora (Phil 3,5), in der Apostelgeschichte bezeichnet er sich sogar ausdrücklich als zugehörig zur Gruppe der Pharisäer (Apg 23,6; 26,5). Darüber hinaus wird in den wissenschaftlichen Diskursen die jüdische Identität des Paulus auch grundsätzlicher und allgemeiner diskutiert und auf den Begriff gebracht. So deutet z.B. Daniel Boyarin Paulus als einen „radikalen Juden“ („radical Jew“) – was immer das meint.[iv]

 

Es fällt allerdings im Unterschied zu den Jesus-Diskursen auf, dass Paulus nahezu nie als Rabbi bezeichnet wird. Eine Ausnahme ist Bruce Chiltons phantasievolles Paulus-Buch, das diese Bezeichnung schon im Titel verwendet: Rabbi Paul. An Intellectual Biography.[v] Wahrscheinlich hat diese Zurückhaltung auch etwas mit dem biblischen Befund zu tun: Während sich nämlich für Jesus schon in den Evangelien die Anrede Rabbi findet (dazu gleich mehr), fehlt diese Bezeichnung für Paulus, und zwar nicht nur in den Paulusbriefen, sondern auch in der Apostelgeschichte. Das ist im Fall der Apostelgeschichte auch darum auffällig, da diese eine Fülle biographischer Aussagen und Erzählungen über Paulus enthält, auch solche, die in den Paulusbriefen fehlen (etwa, dass Paulus das Bürgerrecht von Tarsus und sogar Roms besessen haben soll[vi]). Allerdings gibt es (mindestens) einen Text in der Apostelgeschichte, der nahelegen könnte und auch so verstanden wurde, dass Paulus eine Ausbildung zum Rabbi erfahren hat – nämlich Apg 22,3. Doch wie aus dem Konjunktiv „könnte“ und aus dem Fragezeichen hinter dem Titel meines Vortrags zu entnehmen ist, ist dieser Rückschluss umstritten, was freilich in der Bibelexegese wie in allen Interpretationswissenschaften bekanntlich nichts Besonderes ist.

 

Ich beginne mit einem kleinen Überblick über die Verwendung des Wortes rabbi im Neuen Testament. Er soll einen vorläufigen Eindruck davon vermitteln, welche Vorstellungen Christusglaubende im letzten Drittel des 1. Jahrhunderts (also in der Entstehungszeit der Evangelien, die diesen Titel verwenden) mit diesem Wort verbunden haben. Er wird auch andeuten, dass die Konnotationen, die mit dem Wort rabbi im Neuen Testament verbunden werden, bei aller semantischen Ambivalenz durchaus eine erkennbare Aussagetendenz enthalten.

 

1.  Kleiner Überblick über die Verwendung des Wortes rabbi (rabbouni) im Neuen Testament

Das Wort rabbi kommt im NT 15-mal vor, zweimal das Wort rabbouni. Alle Belege finden sich ausschließlich in den Evangelien und beziehen sich überwiegend auf Jesus. Erstaunlicher Weise – oder vielleicht auch gerade nicht: Die meisten Belege bietet das jüngste Evangelium: das Johannesevangelium.[vii] Sie beziehen sich auch in diesem Evangelium vor allem auf Jesus, einmal auch auf Johannes den Täufer. Für die Einschätzung der Semantik des Wortes ist die Tatsache hilfreich, dass das Johannesevangelium schon bei dessen erstmaliger Verwendung signalisiert, in welchem Sinne es verstanden werden soll: das hebräische Wort rabbi wird nämlich mit dem griechischen Wort didaskalos (= Lehrer) wiedergegeben:

 

Johannes 1,38

38 Jesus aber wandte sich um und sah sie nachfolgen und spricht zu ihnen: Was sucht ihr? Sie aber sagten zu ihm: Rabbi - was übersetzt heißt: Lehrer (didaskalos) - wo hältst du dich auf?

 

Ich entnehme dieser Frage die Absicht der beiden Schüler Johannes des Täufers (um die es hier geht), mit dem Rabbi Jesus zu dessen Aufenthaltsort bzw. Wohnung zu gehen, um von diesem Lehrer etwas zu lernen. Was sie dann auch tun (Joh 1,39). Im Johannesevangelium ist insgesamt die Anrede Rabbi eine typische Bezeichnung Jesu durch seine Schüler (griech. mathethes), die wir ja Jünger zu nennen gewohnt sind. Sie erscheinen entsprechend in typischen Rollen von Schülern, die einerseits von ihrem Lehrer etwas lernen wollen (Joh 11,8), aber sich andererseits auch um dessen Wohl sorgen (Joh 4,31; 11,8). Dass Jesus dabei als ein außergewöhnlicher Rabbi und Lehrer Israels verstanden wird, demonstriert nicht zuletzt auch seine Begegnung mit Nikodemus (vgl. v.a. Joh 3,2).

 

Im vermutlich ältesten Evangelium, dem Markusevangelium, kommt der Begriff rabbi dreimal in Bezug auf Jesus vor, einmal auch das Wort rabbouni (Mk 10,51; vgl. Joh 20,16). Beide Begriffe sind – wie auch im Johannesevangelium – grundsätzlich positiv konnotiert. Petrus redet Jesus zweimal als Rabbi an, einmal tut dies Judas; der blinde Bartimäus sagt rabbouni zu Jesus, als er ihn darum bittet, von seiner Blindheit geheilt zu werden. In seinem Falle möchte man fast annehmen, dass diese Anrede als Analogie zur Anwendung von rabbouni in Bezug auf Gott zu lesen ist. Dass Judas Jesus mit der Anrede „Rabbi“ und dem offenbar üblichen Begrüßungskuss durch einen Schüler verrät (Mk 14,45), tut der positiven Konnotierung der Bezeichnung Jesu als Rabbi im Markusevangelium keinen Abbruch. Die Szene lässt vielmehr gerade durch diesen Missbrauch der üblichen Vertraulichkeit zwischen Lehrer und Schüler dessen Verhalten als besonders schändlich erscheinen.

 

Das Matthäusevangelium bietet vier Belege für rabbi, die im Unterschied zu Mk und Joh eher negativ konnotiert sind. Die negative Besetzung des Begriffs geht deutlich aus Mt 23,6-8 hervor:

 

Matthäus 23,6-8

6 Sie (gemeint sind die Schriftgelehrten und Pharisäer) lieben aber den ersten Platz bei den Gastmählern und die ersten Sitze in den Synagogen 7 und die Begrüßungen auf den Märkten und von den Menschen Rabbi genannt zu werden. 8 Ihr aber, lasst ihr euch nicht Rabbi nennen! Denn einer ist euer Lehrer, ihr alle aber seid Brüder.

 

Dazu passt, dass im Matthäusevangelium von den Jüngern Jesu nur Judas, der Verräter Jesu, ihn zweimal als Rabbi anspricht, beim Abendmahl (über Mk hinaus) und bei der Verhaftung Jesu. Die beiden Belegstellen im Markusevangelium, in denen Petrus Jesus als Rabbi anspricht, ändert Matthäus dagegen ab; auf dem Verklärungsberg ersetzt er die Anrede rabbi mit kyrie, also: Herr. In der anderen Belegstelle umgeht er diese Anrede. Kurz: Nicht Petrus, sondern zweimal Judas redet Jesus als Rabbi an, jedes Mal im Kontext des Verrats. Das ist nicht gerade eine Empfehlung für die Anrede Jesu als Rabbi zu nennen. Zumal auch darum nicht, weil die beiden anderen erwähnten Belege in Mt 23,7f sie den Jüngern Jesu untersagen und die Schriftgelehrten und Pharisäer dafür kritisieren, dass sie ehrsüchtig nach dieser Bezeichnung streben. Auch aus dem Matthäusevangelium geht im Übrigen hervor, dass wir uns unter einem Rabbi einen Lehrer vorzustellen haben (didaskalos; Mt 23,8).

 

Besonders interessant ist – natürlich auch im Blick auf unsere spezielle Frage nach der rabbinischen Ausbildung des Paulus – das Lukasevangelium. Denn da Lukas mit hoher Wahrscheinlichkeit auch der Verfasser der Apostelgeschichte ist, ist seine Verwendung (bzw. genauer: seine Nichtverwendung!) des Wortes „Rabbi“ auch für die Apostelgeschichte von Bedeutung. Tatsächlich vermeidet Lukas in beiden Schriften die Begriffe rabbi und rabbouni vollständig, auch dort, wo er sie im Markusevangelium, das ihm wohl vorgelegen hat, vorfand. Er ersetzt sie – durch andere Begriffe – wie etwa epistates/Vorsteher oder kyrios/Herr oder umgeht sie, obwohl auch bei ihm Jesus häufig didaskalos/Lehrer genannt wird.

 

Warum vermeidet Lukas die Begriffe rabbi und rabbouni? Eduard Lohse vertritt in seinem einschlägigen Wörterbuchartikel zum Lexem rabbi die These, dass diese Unterlassung den sog. „hellenistischen Lesern“ des Lukasevangeliums geschuldet sei.[viii] Das ist zwar grundsätzlich erwägenswert, leuchtet mir aber nicht ein. Denn die Leser/innen der anderen 3 Evangelien sind ja auch „hellenistische Leser“, sie lesen jedenfalls die Evangelien auf Griechisch. Ich versuche es mal mit einer anderen Erklärung:

 

Wenn man die sog Goulder’sche 2-Dokumten-Hypothese zugrunde legt[ix] - also wenn man glaubt, dass Lukas das Markus- und das Matthäusevangelium gekannt hat (und dass die Logienquelle Q gar nicht existierte), dann ließe sich die Vermeidung des Begriffs rabbi durch Lukas so erklären: Da aus dem Matthäusevangelium hervorgeht, dass Jesus seinen Schülern die Anrede Rabbi untersagt hat bzw. in diesem Evangelium nur der Verräter Judas sie verwendet, streicht der Evangelist Lukas sie konsequent und ersetzt sie durch andere Begriffe oder umgeht diese Anrede. Lukas verwendet übrigens zweimal das Wort nomodidaskalos/Gesetzeslehrer, das vielleicht am ehesten als griechisches Äquivalent zu rabbi infrage kommt, und zwar in Lk 5,17 und Apg 5,34. Aber eben auch nicht in Bezug auf Jesus. In Apg 5,34 wird das pharisäische Mitglied des Sanhedrin, Gamaliel, der gleich noch eine Rolle spielen wird, als Gesetzeslehrer (nomodidaskalos) bezeichnet. Doch auffällig ist auch hier, dass er eben nicht Rabbi genannt wird. In Luk 5,17 scheint das Wort nomodidaskalos für den traditionellen Begriff grammateus, Schriftgelehrter, zu stehen.

 

Wie auch immer: Es ist ein durchaus interessantes Ergebnis, das man erzielt, wenn man den Gebrauch des Wortes rabbi (rabbouni) im Neuen Testament überblickt. Das Wort wird selten verwendet und ist sowohl positiv als auch negativ konnotiert. Wer als antiker Christ das Markus- und das Johannesevangelium kannte, bekam eine positive Einstellung zu diesem Wort vermittelt, wer nur Matthäus las, verband mit dem Begriff negative Assoziationen. Aus dem Matthäusevangelium geht hervor, dass die Anrede Rabbi insbesondere für Schriftgelehrte und Pharisäer üblich war und wohl als Ehrenbezeichnung und noch nicht im eigentlichen Sinne als Berufsbezeichnung zu verstehen ist. Umso bemerkenswerter ist, dass der matthäische Jesus sie seinen Schülern verbietet und sie damit von den Schriftgelehrten und Pharisäern abgrenzt. Ebenso ist bemerkenswert, dass Lukas den Begriff völlig vermeidet. Und: Warum steigert gerade das Johannesevangelium die Anwendung des Begriffs auf Jesus? Nach Matthäus‘ negativer Besetzung des Begriffs rabbi und dessen gänzlicher Vermeidung durch Lukas würde man von Johannes diese Steigerung des Gebrauchs kaum erwarten, zumal dann nicht, wenn Johannes alle drei Synoptiker gekannt hat.[x]

 

Wichtig für das hier zu verhandelnde Thema sind zwei weitere negative Erkenntnisse: (1) Der Begriff rabbi kommt weder in den Paulusbriefen noch in der Apostelgeschichte vor, geschweige denn, dass er mit Paulus verbunden wird. (2) Aus keinem der neutestamentlichen Belege geht hervor, dass das Wort rabbi schon im engeren Sinn als Berufsbezeichnung verstanden wird. Gerade auch diese Erkenntnis hat Folgen für die Frage nach einer möglichen „rabbinischen Ausbildung“ des Paulus. Denn mit dem Begriff Ausbildung verbindet sich ja irgendeine Form von Qualifizierung für einen Beruf.

 

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[i] Dazu ausführlich Wolfgang Stegemann, Jesus und seine Zeit, Stuttgart 2010, 153ff.

[ii] Den ersten deutschsprachigen Überblick über die neue Paulusperspektive hat diese Zeitschrift veröffentlicht: Christian Strecker, Paulus aus einer „neuen Perspektive“. Der Paradigmenwechsel in der jüngeren Paulusforschung, in: Kirche und Israel 11 (1996), 3–18.

[iii] Krister Stendahl, Der Jude Paulus und wir Heiden. Anfragen an das abendländische Christentum, München 1986.

[iv] Daniel Boyarin, A Radical Jew. Paul and the Politics of Identity, Berkeley 1994. Dazu Wolfgang Stegemann, Paulus – ein Champion jüdischer Selbstkritik? Eine kritische Auseinandersetzung mit Daniel Boyarins Paulusdeutung, in: Christian Strecker/Joachim Valentin (Hg.), Paulus unter den Philosophen, Stuttgart 2013, 132-154.

[v] Bruce Chilton, Rabbi Paul. An Intellectual Biography, New York 2004.

[vi] Apg 21,39;22,25-28.

[vii] Dazu ausführlich der Artikel von Adele Reinhartz: Rabbi Jesus im Johannesevangelium, der ebenfalls in diesem Heft erschienen ist: Kirche und Israel 29 (2014), 108-118.

[viii] Eduard Lohse, Art. rabbi, rabbouni, in: G. Friedrich (Hg.), Theologisches Wörterbuch zum Neuen Testament. Band VI, Stuttgart 1959, 962-966: 966.

[ix] M. D. Goulder, Luke.A New Paradigma, Sheffield 1989. Siehe dazu auch den informativen Artikel von Werner Kahl, Vom Ende der Zweiquellentheorie. Zur Klärung des synoptischen Problems, in: Christian Strecker (Hg.), Kontexte der Schrift. Bd. II: Kultur, Politik, Religion, Sprache – Text. Wolfgang Stegemann zum 60. Geburtstag, Stuttgart 2005, 404-442.

[x] Ich verweise nachdrücklich auf den Aufsatz von A. Reinhartz, der auf diese Frage überzeugend antwortet (s. Endnote 7).

 

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