Kirche und Israel - Neukirchener Theologische Zeitschrift

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Klassiker der jüdischen Literatur - Gabrielle Oberhänsli-Widmer

Gabrielle Oberhänsli-Widmer ist Professorin für Judaistik am Orientalischen Seminar der Universität Freiburg und Mitherausgeberin dieser Zeitschrift.

 

Sigmund Freud:
Der Mann Moses und die monotheistische Religion (1939)

Sigmund Freuds Mann Moses – ein Klassiker? Literatur? Jüdisch? Die beiden ersten Zuordnungen mögen vielleicht noch angehen, denn als ‚historischen Roman‘ im Untertitel wollte Sigmund Freud sein Moses-Buch zunächst herausgeben, und als Klassiker hat sich dieses in den letzten 75 Jahren nur schon dadurch erwiesen, als es eine Flut an Folgeliteratur ausgelöst hat, deren Versiegen sich noch lange nicht abzeichnet. Das Attribut ‚jüdisch‘ aber gilt es zu begründen und dies nicht nur, weil Freud – soviel sei schon vorweggenommen – dem biblischen Moses seine israelitischen Wurzeln kurzerhand abspricht, sondern namentlich deshalb, weil der sich stets dezidiert atheistisch und religionskritisch gebende Freud im Titel jede Evokation von Judentum sorgfältig ausspart und statt dessen von ‚monotheistischer Religion‘ spricht sowie von dem ‚Mann Moses‘, eine Formulierung, welche im alttestamentlichen Korpus nur eben da Verwendung findet, wo von der Bedeutung des Moses im Kreis der Ägypter die Rede ist (Exodus 11,3): „... auch war der Mann Moses sehr groß im Lande Ägypten und in den Augen von Pharaos Dienern und in den Augen des Volkes“.

Freuds Mann Moses als Produkt jüdischer Identität und Reflexion über das Judentum vorzustellen, scheint so im Rahmen der vorliegenden Rubrik zunächst keine naheliegende Wahl, doch eine umso reizvollere Aufgabe, die sich als äußerst ergiebig entpuppen soll.

Kaum noch zu überblicken sind die Publikationen zu Freuds letzter berühmten Studie, als deren Erben sich eine Vielzahl von wissenschaftlichen Disziplinen wähnen – Freuds Moses psychologisch, analytisch, philosophisch, historisch, exegetisch, ägyptologisch oder judaistisch gelesen. Im vorliegenden Kontext wird demgegenüber nach der Stellung dieser Moses-Darstellung innerhalb der jüdischen Literatur gefragt. Welches spezifische Profil verpasst Freud dem biblischen Gesetzgeber, oder traditionell gesprochen dem Offenbarungsträger der Thora? Und wie fügt es sich in die übergeordneten Linien der Rezeption, angefangen beim nachbiblisch-rabbinischen Schrifttum bis hin zum aktuellen israelischen Literaturschaffen?

Seit 1914 hatte sich Freud mit dem anonym in der Zeitschrift Imago publizierten Essay Der Moses des Michelangelo mit der Figur des biblischen Moses auseinandergesetzt,[1] besonders intensiv dann in den dreißiger Jahren unter dem Eindruck des aufziehenden Nationalsozialismus. Den beiden ersten historischen, 1937 noch in Wien veröffentlichten Aufsätzen Moses ein Ägypter und wenn Moses ein Ägypter war ... folgte um einen dritten religionspsychologischen Teil erweitert Der Mann Moses und die monotheistische Religion.[2] Es sollte Freuds letztes Buch werden, 1939 in Amsterdam publiziert, während er bereits im Londoner Exil weilte, wo er im September desselben Jahres starb.

Bekanntlich hat Freud nicht nur den Zeitpunkt seines Todes selbst bestimmt, sondern darüber hinaus schon zu Lebzeiten sein posthumes Bild für die Nachwelt grundiert beziehungsweise für die beeindruckende Crew seiner Biographen vorskizziert, sodass er wohl auch kaum zufällig mit einer Studie über Moses – thematisch sozusagen der Mitte des Judentums – den Schlussstrich unter sein Gesamtoeuvre setzte. Wie ist diese schwungvolle Unterschrift zu deuten?

„... wenn man selbst diesem Volke angehört“

Die biographischen Eckdaten sind hinlänglich bekannt: Sigismund Schelomo Freud kam 1856 im mährischen Freiberg als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie zur Welt. Nach dem Studium der Medizin lebte und wirkte Freud 47 Jahre als Arzt, Analytiker und Hochschullehrer in Wien. Als Begründer der Psychoanalyse war er einer der wohl einflussreichsten Denker des 20. Jahrhunderts und nicht zuletzt ein begnadeter Autor.

Aus der Fülle der biographischen Einzeldaten mögen hier nur ein paar wenige herausgegriffen werden, die das jüdische Selbstverständnis Freuds und seinen Mann Moses zu veranschaulichen helfen.[3]

Sigmund Freuds Schicksal liest sich zunächst – Assimilation, Atheismus und Religionskritik hin oder her – wie viele Schicksale jüdischer Intellektueller des 20. Jahrhunderts: Im Mai 1933 wurden in Deutschland seine Bücher verbrannt, im Frühsommer 1938 verhörte die Gestapo die Tochter Anna in Wien, am 4. Juni emigrierte er nach London, vier seiner Schwestern sind in Konzentrationslagern ermordet worden.

Neben einer solchen von außen aufgezwungenen Zugehörigkeit war Freud jedoch auch institutionell, emotional und spirituell weit tiefer mit dem Judentum verbunden als gemeinhin angenommen. Die Ehe mit der aus einer Rabbiner- und Gelehrtenfamilie stammenden Verlobten Martha Bernays wurde nicht nur auf dem Standesamt, sondern ebenso unter dem synagogalen Hochzeitsbaldachin geschlossen. Um die Jahrhundertwende trat Freud der Wiener Loge der Bene Berit bei, einer Mitte des 19. Jahrhunderts gegründeten jüdischen Organisation mit philanthropischer und humanistischer Zielsetzung. Jahre später gehörte er dem Kuratorium der Hebräischen Universität in Jerusalem an und wurde in Wien Ehrenmitglied der jüdischen Studentenverbindung Kadima.

Nicht weniger als zu seinem Atheismus hat sich Freud stets öffentlich zu seinem Judentum bekannt. Besonders deutlich äußert sich seine Beziehung in den Briefen – wie der Gral in der Library of Congress in Washington gehütet, teilweise veröffentlicht, teilweise retuschiert, manche bis ins Jahr 2060 unter Verschluss, manche ganz ohne Freigabedatum –, wo Freud stets in der ersten Person Plural spricht, offenbar spontan zum ‚wir‘ greift, wenn von Judentum und Juden die Rede ist. Damit, dass er demgegenüber in den wissenschaftlichen Publikationen dafür die dritte Person verwendet, wollte er zweifellos vermeiden, dass Gegner und Neider die von ihm begründete Wissenschaft, die Psychoanalyse, als ‚jüdische Wissenschaft‘ werteten beziehungsweise abwerteten, war doch das Adjektiv ‚jüdisch‘ zu Lebzeiten Freuds von Völklern und Faschisten, Antisemiten und Nazis auf perverse Weise pejorativ besetzt.

Eine rabbinisch anmutende Verwurzelung weist grundsätzlich die psychoanalytische Methode der freien Assoziation auf, die von der assoziativ gestalteten Anordnung rabbinischer Diskussionen im Talmud inspiriert scheint. Und gewisse Studien zeugen auch inhaltlich vom Vermächtnis der spätantiken Weisen. So etwa Die Traumdeutung, denn nach wie vor kommt der Vergleich dieses im Jahr 1900 erschienenen Erfolgswerks mit dem talmudischen Traumbüchlein in Berachot 55a-57b einer Entdeckungsreise in hermeneutische Höhen gleich. Und nicht weniger fasziniert die Darstellung des psychischen Apparates in Das Ich und das Es (1923 erschienen) auf dem Hintergrund rabbinischer Trieblehre.[4]

In die Harmonie solch anthropologischer Kategorien schrillen dann aber die vernichtenden Töne über Religion und Religionen. Mit einem beinahe fanatisch anmutenden Eifer bezichtigt Freud in Das Unbehagen in der Kultur (1930) die Religionen der Menschheit des Massenwahns zwecks Glücksversicherung und Leidensschutz – was dem Individuum die Neurose, das dem Kollektiv die Religion. Und geradezu wild wütend waltet Freud als Religionskritiker in Totem und Tabu (1900), indem er den Mythos vom Urvatermord als Ursprung von Religion ausgestaltet, mithin ein Urakt von Bluttat, Tabu und Totschlag – der biblischen Urgeschichte puncto Gewalt und Schuld nicht unähnlich. Vielfach wurde der Einfluss von Schopenhauer, Feuerbach und Nietzsche bemüht, um Freuds Feldzug gegen Gottesvorstellung und Gottesverehrung zu erklären. Vielleicht aber wäre hier ebenso das Bonmot des israelischen Schriftstellers und Literaturkritikers Shlomo Zemach zu bedenken, dass „keiner Gott flucht, der nicht Gott im Herzen trägt“.

Jahrzehntelang beschäftigt sich Freud denn auch mit der Gestalt des Moses. So besuchte er während seiner Aufenthalte in Rom wiederholt die Kirche San Pietro in Vincoli, um den berühmten Moses des Michelangelo im Grabdenkmal von Papst Julius II zu betrachten und vermerkt dazu in dem Aufsatz von 1914: „...ich habe von keinem Bildwerk je eine stärkere Wirkung erfahren.“[5] Ob eine solche Faszination davon ausging, weil Freud bei der titanenhaften Renaissance-Skulptur die Gesichtszüge seines Vaters wiederfand, vielleicht seine eigenen, wie manche Freud-Experten mutmaßen, bleibe hier dahingestellt.[6] Tatsächlich aber führt eine Fährte vom Vater Kallamon Jakob Freud (1815-1896) zu der Beschäftigung seines Sohnes mit der Gestalt des Moses.

Im Jahr 1891 schenkt Jakob Freud seinem Sohn zu dessen 35. Geburtstag eine alte Philippsohn-Bibel – genauer das Exemplar, mit dem der Vater seinen Sohn als Kind unterwiesen hatte –, nun neu in Leder gebunden und mit einer hebräischen Widmung versehen, die zu zitieren sich an dieser Stelle lohnt:

Sohn, mein teurer, Schelomo. Im siebten der Tage deiner Lebensjahre fing der Geist des Herrn an, Dich umzutreiben, und sprach in Dir: Auf, lies in meinem Buch, das ich schrieb, und die Quellen des Verstandes, der Urteilskraft und der Vernunft werden Dir aufspringen. Siehe, es ist das Buch der Bücher, in dem die Weisen schürften und die Gesetzgeber Wissen und Urteil lernten. Du erschautest die Offenbarung des Allmächtigen, hörtest und bemühtest Dich; schweben wirst Du auf den Fittichen des Windes. Seitdem war das Buch verwahrt wie die zerbrochenen Gesetzestafeln in einem Schrein bei mir. Für den Tag, an dem Du fünfunddreißig wurdest, gab ich ihm eine neue Lederhaut und nannte es: ‚Brunnen, steige auf! Singet von ihm!‘ Und ich bringe Dir dieses zum Gedächtnis und als Erinnerung der Liebe deines Vaters, der dich ewig liebt.

Jakob, Sohn des R. Schelomo Freid [sic]

In der Hauptstadt Wien, 29. Nisan [5]651, 6. Mai [1]891[7] 

Die hier vorliegende Widmung hat Jakob Freud im traditionellen Stil der Meliza verfasst, einer seit der Spätantike üblichen Collage-Technik hebräischer Lyrik, die biblische, rabbinische und liturgische Versatzstücke verdichtet. Aus der Fülle der Anspielungen sei hier nur auf drei für Moses relevante Passagen verwiesen: Augenfällig sind da zunächst die zerbrochenen Gesetzestafeln (Exodus 32,19); ein wenig versteckter das ‚Hören und sich Bemühen‘ beziehungsweise Tun (Exodus 24,7), laut rabbinischer Lesung nimmt Israel damit bedingungslos die ganze Thora an; und schließlich der aufsteigende Brunnen aus dem Brunnenlied (Numeri 21,17), welcher Moses’ Wunder in der Wüste würdigt.

Fünf Jahre später stirbt Jakob Freud und hinterlässt seinem Sohn – der somit offenbar des Hebräischen mächtig war – diese Zeilen wie einen Lebensauftrag: sich doch wieder der Hebräischen Bibel zuzuwenden. Jahrzehnte später erfüllt Sigmund Freud mit dem Mann Moses auf seine Weise die von seinem Vater formulierte Hoffnung, sozusagen – um in der Freudschen Terminologie zu bleiben – ‚nachträglichen Gehorsam‘ leistend mit der letzten Schrift seines Lebenswerkes. Dennoch laviert der rebellische Sigmund einmal mehr zwischen Tradition und Opposition. Denn indem er Moses kurzerhand die israelitische Provenienz abspricht, deutet er die Heilige Schrift wohl kaum in dem Sinn seines Vaters. Man höre hier nur den Auftakt des Textes (S. 25):

Einem Volkstum den Mann abzusprechen, den es als den größten unter seinen Söhnen rühmt, ist nichts, was man gern oder leichthin unternehmen wird, zumal wenn man selbst diesem Volke angehört.

 

Freuds Moses

Kein Hebräer levitischer Abstammung, sondern ein Ägypter im Bannkreis der Aton-Religion – dies die wahre Identität des Mannes Moses!? Eine subversive These in einer bedrängenden Zeit. Was bewog Freud dazu, den innersten Wert des Judentums  in Frage zu stellen, während es von außen ärgsten Oppressionen ausgesetzt war? Dem Judentum in den dreißiger Jahren Moses als jüdische Symbolfigur abzusprechen, Moses, welcher der Tradition gemäß sowohl die Thora als auch die Geschicke des Volkes Israel in Händen hielt, scheint ein heikles Unterfangen, und dementsprechend vernichtend fiel die zeitgenössische Kritik aus.[8] Vordergründig motivierte Freud seine Themenwahl mit der Wahrheitsliebe: „Aber man wird sich durch kein Beispiel bewegen lassen, die Wahrheit zugunsten vermeintlicher nationaler Interessen zurückzusetzen ...“, fügt er im Nachsatz des oben eingeblendeten Zitats an. Dies gilt es abzuklären.

Dazu soll vorerst der Inhalt der Abhandlung knapp referiert werden. Abgestützt auf ägyptologische und alttestamentliche Studien seiner Zeit führt Freud als erstes Argument die ägyptische Provenienz des Namens an (26):

Es ist bemerkenswert, dass sein (dieses Führers) Name, Moses, ägyptisch war. Es ist einfach das ägyptische Wort ‚mose’, das ‚Kind’ bedeutet, und ist die Abkürzung von volleren Namensformen wie z. B. Amon-mose, das heißt Amon-Kind, oder Ptah-mose, Ptah-Kind, welche Namen selbst wieder Abkürzungen der längeren Sätze sind: Amon (hat geschenkt ein) Kind ... .

Eine solche hier auf j.h. Breasted fußende Argumentation, der zufolge das theophore Element der ursprünglich ägyptischen Etymologie weggefallen sei, gilt philologisch auch heute noch, wenn vielleicht auch ein wenig differenzierter in der grammatikalischen Analyse.[9] Auf jeden Fall geht Freud im Gegensatz zu anderen und späteren Ansätzen davon aus, dass Moses eine real existierende Person und nicht bloß eine Erinnerungsfigur gewesen sei, eine konservative Position angesichts der bibelkritischen Einschätzung, der zufolge zwischen der Handlungsebene des Exodus um 1300 v.Chr. und ersten Verschriftlichungen der potentiellen Ereignisse Jahrhunderte klaffen.[10]  Als zweites ergänzendes Argument bringt Freud die Geburtslegende von Exodus 2 ins Spiel, das Wandermotiv des im Wasser ausgesetzten Säuglings, der wunderbar gerettet, von Pflegeeltern aufgezogen und später zum Helden seines Volkes wird – der akkadischen Sargon-Legende oder dem Bericht des Livius über Romulus und Remus vergleichbar. Gestützt auf eine Untersuchung von Otto Rank über den Geburtsmythos des späteren Heros und ausgehend von der Beobachtung, dass einzig bei Moses die leibliche Familie von niedrigerer sozialer Herkunft ist als diejenige der Adoptiveltern, schließt Freud darauf, dass die biblische Darstellung die tatsächliche Provenienz manipuliert habe, um den Religionsgründer zu hebraisieren, dem ursprünglich als Ägypter geborenen Moses einen levitischen Stammbaum zu attestieren.

 

 

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[1] Sigmund Freud, Der Moses des Michelangelo, in: ders., Der Moses des Michelangelo. Schriften über Kunst und Künstler, Frankfurt a.M. 2008, 55-86. Entgegen den üblichen Interpretationen und vor allem entgegen dem biblischen Text deutet Freud die Pose von Michelangelos Plastik dahingehend, dass Moses seinen Zorn im Anblick des goldenen Kalbs (Exodus 32) bezwingt beziehungsweise sublimiert, sodass er die beiden Gesetzestafeln nicht zerschlagen wird; vgl. dazu Franz-Joachim Vespohl, Der Mose des Michelangelo, in: Städel-Jahrbuch 13, 1991, 155-176.

[2] Sigmund Freud, Der Mann Moses und die monotheistische Religion, Frankfurt a.M. 1975.

[3] Sehr viel ausführlicher findet sich eine solche Einordnung in der umfassenden und umsichtigen Studie von Brigitte Stemberger, „Der Mann Moses“ in Freuds Gesamtwerk, in: Kairos 16, 1974, 161-251, 175-193.

[4] Gabrielle Oberhänsl-Widmer, Der böse Trieb: Der Jezer ha-ra‘ als rabbinische Figur des Bösen, in: dies., Bilder vom Bösen im Judentum. Von der Hebräischen Bibel inspiriert, in jüdischer Literatur weitergedacht, Neukirchen-Vluyn 2013, 125-148.

[5] Sigmund Freud, Der Moses des Michelangelo, a.a.O., 59.

[6] Anders die These des Psychoanalytikers und Soziologen Franz Maciejewski, der Freuds Beschäftigung mit der Gestalt des biblischen Moses maßgeblich auf den Tod von Sigmunds jüngerem Bruder Julius Moses zurückführt beziehungsweise auf Sigmunds Trauma, da Julius Moses im Säuglingsalter verstarb: Franz Maciejewski, Der Moses des Sigmund Freud. Ein unheimlicher Bruder, Göttingen 2006.

[7] Zitiert nach Yosef Hayim Yerushalmi, Freuds Moses. Endliches und unendliches Judentum, aus dem Amerikanischen von Wolfgang Heuß, Frankfurt a.M. 1999 (amerikanische Originalausgabe 1991), 108.

[8] Weniger von psychoanalytischer als von exegetischer und jüdischer Seite, die einerseits eine unbedarfte Bibelkritik und andererseits eine antisemitische Argumentation beziehungsweise ‚jüdischen Selbsthass’ ins Feld führte; vgl. dazu Brigitte Stemberger, „Der Mann Moses“ in Freuds Gesamtwerk, a.a.O., 163-170.

[i9 Manfred Görg, Mose – Name und Namensträger. Versuch einer historischen Annäherung, in: Eckart Otto (Hg.); Mose. Ägypten und das Alte Testament. Stuttgart 2000, 17-42.

[10] Eckart Otto, Mose. Geschichte und Legende, München 2006; Hubert Schmid, Die Gestalt des Mose. Probleme alttestamentlicher Forschung unter Berücksichtigung der Pentateuchkrise, Darmstadt 1986; Rudolf Smend, Das Mosebild von Heinrich Ewald bis Martin Noth. Beiträge zur Geschichte der biblischen Exegese, Tübingen 1959.

 

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