Kirche und Israel - Neukirchener Theologische Zeitschrift

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Alex Feuerherdt

Fußball in Israel – Geschichte und Gegenwart


     Alex Feuerherdt lebt in Köln und ist gelernter Buchhändler sowie Lektor und freier Publizist. Er schreibt regelmäßig für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften zu den Themen Israel, Nahost und Fußball – unter anderem für die Jüdische Allgemeine, Konkret, den Tagesspiegel und Jungle World. Er ist Betreiber des Webblogs „Lizas Welt“ (www.lizaswelt.net).

 

 

Hakoah, der ganz besondere Triple-Sieger

Der israelische Fußball – so viel sei hier bereits vorweggenommen, weil es ohnehin kein Geheimnis ist – hat bislang nicht unbedingt durch überragende internationale Erfolge von sich reden gemacht. Dennoch gibt es in Israel einen Klub, der etwas geschafft hat, das wohl einzigartig auf der Welt ist. Er gewann nämlich gleich in drei Ländern nationale Titel: in Österreich, in den usa und in Israel selbst. Die Rede ist vom derzeitigen Zweitligisten Hakoah Ramat Gan. 1909 wurde der sk Hakoah Wien gegründet, ein liberaler jüdischer Klub, der 1920 in die höchste österreichische Liga aufstieg und bereits unter Profibedingungen spielte, als es professionellen Fußball in Österreich offiziell noch gar nicht gab. 1923 sorgte er für ein internationales fußballerisches Erdbeben, als er den englischen Spitzenklub West Ham United auf der Insel mit 5:0 demütigte;[1] 1925 errang Hakoah sogar die österreichische Fußballmeisterschaft und war mit rund 5.000 Mitgliedern zeitweilig die größte Sportorganisation der Welt. Viele Juden in aller Welt sympathisierten und identifizierten sich mit ihr, darunter nicht wenige Schriftsteller und Intellektuelle wie etwa Franz Kafka und Friedrich Torberg. Der Klub war berühmt und populär.

In New York gründeten Spieler der Wiener Hakoah 1928 im Rahmen einer Amerika-Tournee eine Dependance, die New York Hakoah. Der bekannteste dieser Spieler dürfte Béla Guttmann gewesen sein, Entdecker des am 5. Januar 2014 verstorbenen portugiesischen Idols Eusébio. New York Hakoah wurde 1929, nur ein Jahr nach der Gründung, mit einem Team aus österreichischen und ungarischen Fußballern amerikanischer Pokalsieger. Dem Klub war jedoch keine lange Lebensdauer beschieden, bereits 1932 wurde er aufgelöst. Hakoah Wien wiederum wurde von den Nationalsozialisten nur einen Tag nach der Annexion Österreichs 1938 zerschlagen. Viele Spieler flohen vor den Nazis ins Ausland, die meisten von ihnen ins britische Mandatsgebiet Palästina. Dort gründeten sie noch im selben Jahr den Verein Hakoah Tel Aviv, der 1955 erstklassig wurde und 1959 mit Maccabi Ramat Gan fusionierte. Der daraus entstandene Klub, Hakoah Ramat Gan, wurde 1965 und 1973 israelischer Meister sowie 1969 und 1971 israelischer Pokalsieger.

Schon in dieser Geschichte, die hier nur kurz skizziert werden kann, ist so vieles aufgehoben: der Glanz und die internationale Bedeutung des jüdischen Fußballs in Europa zwischen den beiden Weltkriegen, sein jähes und brutales Ende durch die nationalsozialistische Verfolgung und Ermordung, der unbändige Wille zum Wiederaufbau und zur Fortführung durch jüdische Emigranten und Überlebende im Mandatsgebiet Palästina respektive in Israel. Hakoah ist diesbezüglich wie ein Sinnbild, und so, wie sich der Werdegang dieses Klubs nicht ohne die politischen Rahmenbedingungen erklären lässt, lässt sich die gesamte Geschichte und Gegenwart des israelischen Fußballs nicht ohne Würdigung der politischen Umstände erzählen.


Die Anfänge des Fußballs im Heiligen Land

Und das gilt bereits für die Anfänge vor über hundert Jahren, denn sämtliche jüdischen Vereine, die im damaligen britischen Mandatsgebiet Palästina existierten, waren Ableger politischer Organisationen, die jeweils unterschiedliche Strömungen der noch jungen zionistischen Bewegung repräsentierten (und das – mit Abstrichen – bis heute tun): Der 1912 gegründete Maccabi-Verband stand den Bürgerlichen nahe, die 1924 ins Leben gerufene Vereinigung Beitar war eine Organisation der sogenannten Revisionisten, und der 1926 entstandene Verband Hapoel (zu Deutsch: „Der Arbeiter“) wurde als Kind der Gewerkschaft Histadrut geboren. Fußball diente als Instrument zur politischen Bewusstseinsbildung, dementsprechend gab es von Beginn an eine lebhafte Konkurrenz zwischen den Vereinen. Im Mandatsgebiet Palästina spielten aber nicht nur jüdische, sondern auch arabische und britische Mannschaften, wenngleich vorerst noch nicht in einem organisierten Ligabetrieb.

„Einen ersten Fußball-Boom im heiligen Land“, so schreibt es Stefan Mayr im 2003 erschienenen, ganz vorzüglichen Buch „Davidstern und Lederball“[2], „löste 1925 der Besuch der Starelf von Hakoah Wien aus. Hakoah fertigte in Tel Aviv eine Maccabi-Auswahl zwar mit 11:2 ab, lockte aber 10.000 Zuschauer ins Stadion. Das Interesse am Fußball war noch nie so groß. In der Folge organisierte ein britischer Offizier in Haifa eine Liga mit neun arabischen und jüdischen Teams. Das Projekt musste aber vorzeitig eingestellt werden – wegen Gewalttätigkeiten auf den Plätzen und Streitereien zwischen den Klubmanagern.“ Doch im Sommer 1928 gründeten 14 jüdische und arabische Vertreter in Jerusalem die Palestine Football Association, die ein Jahr später vom Weltfußballverband fifa als Mitglied aufgenommen wurde. Nun gab es auch einen regulären Spielbetrieb mit jüdischen, arabischen und britischen Mannschaften.

1928 spielten 28 Teams den ersten Meister im Pokalmodus aus; im Finale gewann Hapoel Allenby Tel Aviv mit 2:0 gegen Maccabi Hashmonai Jerusalem. Hapoel hatte allerdings einen nicht spielberechtigten Kicker eingesetzt, woraufhin der Verband verfügte, dass beide Klubs die Trophäe jeweils für ein halbes Jahr behalten dürfen – fürwahr ein salomonischer Kompromiss. 1932 nahm eine nationale Liga mit neun jüdischen, arabischen und britischen Teams den Spielbetrieb auf, zwei Jahre später zogen sich die arabischen Vereine jedoch aus dem gemeinsamen Fußballverband und der gemischten Liga zurück, weil sie eine jüdische Dominanz in der Verbandsspitze beklagten. Sie gründeten ihrerseits die General Palestinian Sports Federation; nun hatten Juden und Araber im Mandatsgebiet Palästina eigene Wettbewerbe.

Ins Jahr 1934 fällt auch das erste offizielle Länderspiel, wie Stefan Mayr schildert: „Das (komplett jüdische) Team Palästina trat [am 16. März 1934] in der Qualifikation zur Weltmeisterschaft gegen den arabischen Nachbarn Ägypten an. Das Hinspiel war in Kairo. Da es weder Fernseh- noch Radio-Übertragungen gab, versammelten sich etliche Fußballfreunde im Tel Aviver Café Sapir und warteten auf den verabredeten Anruf aus Kairo. Dann machte die Kunde vom 1:0-Sieg Palästinas die Runde. Die Leute sangen und tanzten auf der Allenby-Straße. Bis das wahre Ergebnis aus Kairo übermittelt wurde: 7:1 für Ägypten.“ Das – sportlich daraufhin fast schon bedeutungslos gewordene – Rückspiel endete schließlich mit einem 4:1 für die Ägypter. 1938 scheiterte das Team Palästina in der wm-Qualifikation an Griechenland, 1940 gab es noch ein Freundschaftsspiel in Tel Aviv gegen den Libanon. Kriegsbedingt war dies die letzte Partie.

 

Fußball in Israel: Die ersten Jahre

Kurz nach der Gründung des Staates Israel am 14. Mai 1948 wurde auch der israelische Fußballverband, die Israel Football Association (IFA), ins Leben gerufen. Weil die arabischen Nachbarstaaten den jüdischen Staat jedoch nur einen Tag nach dessen Proklamation angriffen, musste der Ligaspielbetrieb bis auf Weiteres eingestellt werden. Die besten Kicker des Landes reisten gleichwohl in die Vereinigten Staaten von Amerika, um gewissermaßen die Botschaft des neuen Staates der Juden in die Welt zu tragen. Im New Yorker Giants-Stadium trugen sie am 26. September 1948 vor 40.000 Zuschauern das erste Fußball-Länderspiel in der Geschichte Israels aus. Es ging mit 1:3 gegen die usa verloren, aber das war angesichts der historischen Bedeutung dieses Ereignisses vollkommen nebensächlich.

Im Oktober 1949, zwei Monate nach dem Ende des Unabhängigkeitskrieges, rollte schließlich auch in der nationalen Liga wieder der Ball, und der erste israelische Meister hieß 1950 Maccabi Tel Aviv. Doch schon in der folgenden Saison brachen alte Konflikte zwischen den politischen Bewegungen respektive Organisationen Maccabi und Hapoel wieder auf, weshalb der Ligabetrieb kurzerhand für ein Jahr ausgesetzt wurde. Die einen wie die anderen spielten daraufhin jeweils ihren eigenen Meister aus, bevor 1952 wieder eine gemeinsame Meisterschaftsrunde bestritten wurde.

Ein weiterer, dauerhafter Störfaktor im israelischen Fußball waren die Kriege, die immer wieder für Unterbrechungen sorgten. Im Juni 1967 beispielsweise platzte der Sechstagekrieg in den Endspurt der ersten Liga und sorgte dafür, dass es keinen Meister gab, sondern die Saison um ein Jahr verlängert wurde und schließlich sage und schreibe 60 Spieltage umfasste (Meister wurde erneut Maccabi Tel Aviv). Als 1973 der Jom-Kippur-Krieg begann, wurden zunächst alle Sportveranstaltungen abgesagt, doch nur knapp drei Wochen nach dem Überfall der arabischen Armeen reiste die US-Nationalmannschaft zu einem Freundschaftsspiel nach Israel, um Amerikas Solidarität mit dem angegriffenen jüdischen Staat zu demonstrieren. Zum ersten Libanonkrieg 1982 wiederum zog die Armee die meisten Fußballer ein, weshalb es in jenem Jahr nur ein einziges Länderspiel gab, nämlich ein Qualifikationsmatch für Olympia.

Apropos Länderspiel: Die erste Weltmeisterschafts-Qualifikation, an der Israel unter diesem Namen teilnahm, war jene für das Turnier 1950 in Brasilien. Angesichts der Kriegs- und Vernichtungsdrohungen der arabischen Staaten hielt der Weltfußballverband fifa es für ratsam, die Mannschaft des jüdischen Staates in der Qualifikation gegen ein europäisches Team antreten zu lassen. Gegen Jugoslawien verlor die Nivchéret (hebräisch für „Auswahl“) mit 0:6 und 2:5 und schied aus. Etwas besser sah es da schon vier Jahre später aus: Gegen Griechenland gelangen zwei Siege, allerdings war dann erneut Jugoslawien die Endstation, diesmal mit zwei 0:1-Niederlagen.

 

Israel in der Asiatischen Fußball-Konföderation: Boykotte, Boykotte, Boykotte[3]

1956 trat der israelische Verband der Asiatischen Fußball-Konföderation (afc) bei, in deren geografischem Einzugsbereich das Land bekanntlich liegt. Doch bei der Qualifikation zum Asien-Cup, der im gleichen Jahr stattfand, wollten Afghanistan und Pakistan nicht gegen Israel antreten, denn sie erkannten den jüdischen Staat nicht an. Dadurch kam die israelische Auswahl kampflos in die Endrunde, in der sie gegen Südkorea, Hongkong und Südvietnam spielte und das Turnier als Zweitplatzierte beschloss. Als Nächstes stand die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 1958 an. Und nun begann ein absurdes Theater. Denn im Laufe des Jahres 1956 verschärfte sich der Konflikt zwischen Ägypten und Israel, das sich zunehmend Angriffen durch die terroristischen Fedaijin von ägyptischem Territorium und vom ägyptisch besetzten Gazastreifen aus erwehren musste. Ägypten bildete ein Bündnis mit Jordanien und Syrien, blockierte den Golf von Akaba und sperrte den Suezkanal für israelische Schiffe. Israel setzte sich zur Wehr und besetzte den Gazastreifen und die Sinai-Halbinsel. Diese Geschehnisse sind unter dem Schlagwort „Suezkrise“ bekannt geworden. Diese hatten Auswirkungen auch auf den Fußball, denn die Fußballverbände sämtlicher Staaten, die Israel nicht anerkannten, weigerten sich, Spiele gegen die Nivchéret auszutragen. Zunächst sollte Israel in der Vorrunde gegen die Türkei antreten, doch die dachte gar nicht daran aufzulaufen. In der Zwischenrunde sollte Israel gegen Indonesien spielen, doch auch Indonesien trat nicht an. Schließlich erwartete Israel im Finale der Ausscheidungsspiele den Sudan, doch auch dieser boykottierte das Match. Von den drei vorgesehenen Spielen fand also keines statt. Damit wäre Israel eigentlich kampflos für die wm qualifiziert gewesen, doch dagegen hatte die fifa etwas: Weil nicht sein konnte, was nicht sein durfte, loste sie kurzerhand aus allen europäischen Gruppenzweiten ein Land aus und ließ dieses gegen Israel um den letzten freien Platz beim wm-Turnier in Schweden antreten. Gegen Wales verlor Israel das Hin- und das Rückspiel jeweils mit 0:2 und war damit ausgeschieden. Die Boykottbewegung hatte dank der fifa also doch noch ihr unsportliches Ziel erreicht.

An den Asienmeisterschaften nahm Israel anschließend zwar noch bis 1972 teil, doch auch dabei war es immer wieder mit Boykotten konfrontiert: Zu den Spielen 1962 in Indonesien beispielsweise wurde die Nivchéret gar nicht erst eingeladen, und 1972 erklärte sich lediglich Südkorea bereit, in der Qualifikation gegen sie anzutreten. Israel verzichtete letztlich, zumal die arabischen Staaten angekündigt hatten, im Falle einer Qualifikation der israelischen Auswahl die Endrunde zu boykottieren. Wenn es im asiatischen Verband doch noch einmal zu Spielen kam, war Israel überaus erfolgreich, sowohl auf Nationalmannschafts- als auch auf Klubebene. Die Asienmeisterschaften 1964 beispielsweise gewann die Nivchéret vor heimischem Publikum in Tel Aviv vor Indien und Südkorea, und im 1967 erstmals ausgetragenen Asian Champion Club Tournament – dem Pendant zum Europapokal der Landesmeister (heutige Champions League) – blieben israelische Klubs in drei der ersten vier Wettbewerbe siegreich: Maccabi Tel Aviv gewann den Titel zweimal, Hapoel Tel Aviv einmal.

Nach 18 Jahren israelischer Zugehörigkeit zur Asiatischen Fußball-Konföderation jedoch, die von ständigen Boykotten und Boykottdrohungen gegenüber dem jüdischen Staat geprägt waren, schloss die afc den israelischen Verband im Jahr nach dem Jom-Kippur-Krieg, also 1974, auf Antrag Kuwaits aus. Die Alternative hätte darin bestanden, die Boykotteure konsequent zu bestrafen, doch dafür gab es innerhalb der afc keine Mehrheit.

 

Eine Odyssee rund um den Globus

Bei der wm-Qualifikation wurde die israelische Auswahl bald von Kontinentalverband zu Kontinentalverband gereicht, und das auch schon zu Zeiten ihrer afc-Mitgliedschaft: Die Ausscheidungsspiele für die Turniere 1962 und 1966 bestritt die Nivchéret in der Europagruppe, die für die Wettkämpfe 1970 in der Ozeaniengruppe und die für die Endrunden 1974 und 1978 wieder in der Asiengruppe. Und so ging es munter weiter: 1982 Europa, 1986 Asien, 1990 Ozeanien. An der Qualifikation zu kontinentalen Meisterschaften – also zur Asien- oder Europameisterschaft – nahm Israel zwischen 1974 und 1994 überhaupt nicht mehr teil, weil es nach dem Ausschluss aus der Asiatischen Fußball-Konföderation ja keinem Verband mehr angehörte.

Im Jahr 1978 stellte der israelische Fußballverband zwar erstmals einen Antrag auf Beitritt zur uefa, doch der wurde nicht zuletzt mit dem Verweis auf die Statuten abgelehnt: Es sei nicht möglich, so hieß es damals, einen geografisch nicht in Europa liegenden Verband aufzunehmen.[4] Vor allem die osteuropäischen Mitgliedsländer hatten sich strikt gegen das israelische Ersuchen ausgesprochen. Mit dem Zusammenbruch des realsozialistischen Blocks änderte sich die Situation jedoch. Vorerst ließ die uefa israelische Mannschaften zwar nur zu Spielen in ihrem – vergleichsweise bedeutungslosen – Intertoto-Cup zu, doch 1991 gab es eine Zweidrittelmehrheit für eine Änderung der Statuten zugunsten Israels, das nun in den europäischen Verband aufgenommen wurde und drei Jahre später schließlich auch die Vollmitgliedschaft erhielt. Seitdem nehmen israelische Klubmannschaften an den Wettbewerben des Europapokals teil, und die israelischen Auswahlteams bestreiten ihre em- und wm-Qualifikationsspiele in der Europagruppe.

Ein derartiges Hin und Her ist in der Geschichte des Weltfußballs einzigartig; kein anderer Fußballverband musste je solche permanenten Versetzungen über sich ergehen lassen. Drakonische, das heißt über Punktabzüge hinausgehende Maßnahmen gegen jene Mitgliedsverbände, die Wettbewerbsspiele gegen Israel verweigerten, mochte die fifa gleichwohl nicht ergreifen. Unter Berufung auf ihre angeblich unpolitische Rolle hielt sie sich stets vornehm heraus. Die israelischen Fußballer und die Verantwortlichen ihres Verbands begegneten dem mit einem gewissen Pragmatismus. Denn sie wollten ihre Qualifikationsspiele gerne austragen, statt darauf zu bestehen, die Punkte kampflos zugesprochen zu bekommen. Dafür flogen sie notfalls sogar bis nach Australien und Neuseeland. Ori Shilo, der gegenwärtige Generalsekretär des israelischen Fußballverbandes, ist gleichwohl froh, dass das nicht mehr nötig ist. In einem Interview des Deutschlandfunks sagte er: „Die Zeit, als wir in der Ozeaniengruppe spielen mussten, machte keinen Sinn. Außerdem fühlen wir uns wie Europäer. Wir könnten auch wieder in Asien spielen, aber das wird politisch noch nicht einmal zu diskutieren gewagt. Und wissen Sie: Länder wie Griechenland, Zypern, die Türkei und Mazedonien spielen ja auch in Europa mit, und wir finden, dann gehören wir auch dazu.“[5]

 

 

 

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[1] Vgl. Hoppauf Hakoah, Lizas Welt, 26.10.06, http://lizaswelt.blogspot.de/2006/10/hoppauf-hakoah.html.

[2] Vgl. Stefan Mayr, Zwischen Intifada und Champions League. Fußball in Israel, in: Dietrich Schulze-Marmeling (Hg.), Davidstern und Lederball. Die Geschichte der Juden im deutschen und internationalen Fußball, Göttingen 2003 (Verlag Die Werkstatt), S. 488–505. Viele Angaben und Ausführungen, die hier nicht explizit anderweitig nachgewiesen sind, basieren auf diesem Beitrag.

[3] Vgl. Alex Feuerherdt, Flucht vor dem Boykott, Jungle World, 23.06.11, http://jungle-world.com/artikel/2011/25/43466.html.

[4] Vgl. Robert Hunke, Israels sportliches Asyl in europa. Deutschlandfunk, 11.06.11, http://www.deutschlandfunk.de/israels-sportliches-asyl-in-europa.1346.de.html?dram:article_id=196456.

[5] Ebenda.

 

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